Samstag, 30. September 2017

Männersachen

Wer meinen regelmäßig Blog liest weiß, dass mein Schatz hier nähtechnisch eher zu kurz kommt. Ich nähe Unterwäsche für ihn, die ich hier aber nicht zeigen möchte und ab und zu mal so etwas wie das Brillenbügeletui.
Das muss ich unbedingt ändern. Bislang haben mir dazu auch die Schnittmuster gefehlt. Ich habe gerade irgendwie den Fimmel alles selber machen zu wollen. Dazu bin ich jetzt endlich gekommen und so konnte ich für meinen Schatz gleich zwei Schlafanzüge nähen.
 Einmal aus der Megastars-Eigenproduktion von Stoff& Liebe und einmal aus dem Medical Stuff.
 Da mein Schatz nachts immer gerne einen Schal trägt, habe ich ihm einen Kragen dran genäht. So kann er darauf verzichten. Die Schlafis wurden schon probegeschlafen und mein Mann möchte nix mehr anderes tragen. Also wird es demnächst mit Sicherheit Nachschub geben.
Auf der Suche nach einem guten Uni-Jersey habe ich mal den Pamuk ausprobiert. Den kann ich Euch echt empfehlen. Eher schwer und stabil, aber wunderbar glatt und angenehm zu tragen. Was sind Eure Lieblingsunis?

Donnerstag, 28. September 2017

Kirschblüten-rums

Ich bin immer noch ganz überrumpelt von der Flut von Kommentaren zu meinem Softshelljackenprojekt. Vielen lieben Dank dafür. Hinter vielen Kommentaren lese ich die (un)ausgesprochene Frage, ob es den Schnitt auch mal für alle geben wird. Das ist geplant, ich hadere nur gerade mit meiner Zeit. Seit zwei Wochen arbeite ich wieder mehr Stunden (ich habe ja nie ganz aufgehört) und das merke ich dann schon.
Der Schnitt ist sogar schon anfänglich gradiert, das habe ich ja sowieso für meine Kinder machen müssen. Demnächst werde ich die Jacke in der kleinsten Größe 74 für mein Engelchen nähen, und dann kann ich schon ein bisschen absehen, wie der Schnitt insgesamt passt. Einen Stoff fürs Ebook habe ich auch schon. Die liebe Simone von Lapika, mit der ich schon längere Zeit zusammenarbeite und die mir schon oft die Stoffe für Ebooks gesponsert hat, hat mir zur Geburt vom Engelchen einen Softshell geschenkt, der perfekt für dieses Ebook geeignet ist. Das ist ja nicht immer so einfach, der Stoff muss sich auch gut fotografieren lassen und das ist bei manchen Farben sehr schwierig. Danke Dir noch mal dafür, Simone!
Geplant habe ich, dass ich den Schnitt erst einmal in kleiner Runde teste und dann ein Sew-along veranstalte. Die Jacke ist ja schon recht aufwändig zu nähen und zusammen bleibt man glaube ich besser dran. Was haltet ihr davon? Wärt ihr dabei? Es dauert wahrscheinlich noch ein bisschen, bis ich das schaffe, aber ich ziehe den Schnitt einfach mal vor auch wenn mein Bolero-Ebook hier schon fix und fertig ist und nur aufs Probenähen wartet.
So, jetzt aber zum Eigentlichen.
 Ich habe mal wieder etwas für mich genäht. Aus den wunderschönen Kirschblüten von Stoff&Liebe.
 Passend dazu habe ich mir eine Sweatjacke genäht und dabei gleich mal getestet, ob sich die Reißverschlusstaschen auch mit Sweat und Jersey nähen lassen. Funktioniert.
 Die Jackenreißverschlüsse von Snaply habe ich bei der Gelegenheit auch mal getestet. Ich verwende ja sonst nur Markenware und bin gespannt, wie sie sich im Langzeittest bewähren. Bislang machen sie zumindest einen guten Eindruck.
 Den Jackenschnitt muss ich noch ein bisschen verändern, mir gefällt die Teilungsnaht noch nicht so ganz.
 Das Shirt darunter ist wie die Jacke nach meinem eigenen Schnitt genäht.
 Hinten habe ich bei der Jacke eine Gummizugraffung eingenbaut. Das bringt sie gut in Form.
Die Kirschblüten gibt es Freitag bei Stoff&Liebe.
Verlinkt bei rums.
*Material gesponsert*

Freitag, 22. September 2017

Softshelljacken-Projekt

Ich bin schon länger auf der Suche nach einer schönen Softshelljacke für meinen Großen. An sich ist die Auswahl ja schon groß, nur leider sind mir die meisten Jackenmodelle einfach zu kurz. Anscheinend dürfen bei Jungs die Jacken nicht über den Po gehen. Vielleicht ist es ja uncool aber ein nasser Hosenboden ist es auch. Mädels haben es da viel einfacher. Hier gibt es jede Menge Softshellmäntelchen und Jacken. Also blieb nur das selber nähen.
Den ganzen Sommer habe ich in Gedanken immer wieder einen Schnitt für eine Softshelljacke überlegt. Im Frühling hatte ich schon Softshell besorgt. Magic-Softshell* genauer gesagt. Seitdem haben mich meine Kinder gelöchert, wann denn endlich ihre Jacken fertig seien. In den Sommerferien bin ich dann endlich mal dazu gekommen, einen Schnitt zu entwerfen.
 Das hat diesmal echt viel länger gedauert, weil ich so viele Sachen mit beachten wollte. Die Jacke sollte etwas länger gehen (wobei ich die für meine Tochter noch mal 3 cm länger gemacht habe, als die für meinen Sohn) und auch hinten leicht rund geschnitten sein.
 Zusätzlich sollte die Jacke durch einen Gummizug tailliert sein. So kann man selber beim Nähen entscheiden, wie eng die Jacke auf der Taille sitzen soll. Am Hals sollte sie einen etwas engeren Stehkragen haben, so kann man sich in der Übergangszeit schon mal den Schal sparen.
 Bei meinem Sohn habe ich nur hinten ein kleines Stück gerafft, bei meiner Tochter habe ich quasi rundherum einen Gummizug aufgenäht. So sitzt die Jacke schön körpernah und es zieht nicht unten rein.
 Auch sollten auf den Schultern keine Nähte sein.
 Die Kapuze hat ebenfalls vorne einen Gummizug eingearbeitet. Außerdem ist sie nur mit Kamsnaps befestigt und somit abnehmbar.
 Außerdem wollte ich Reißverschlusstaschen und natürlich beim Hauptreißverschluss einen Beleg mit Kinnschutz.

 Bei der Kapuze von meiner Prinzessin bin ich noch nicht so zufrieden mit der Passform. Sie ist noch etwas groß geraten. Die Kapuze bei meinem Sohn habe ich danach genäht und ist besser gelungen.
Die Kapuze habe ich erst entworfen, nachdem die Jacke schon fertig war. Das war gar nicht so einfach, weil der Kragen ja verhältnismäßig eng ist.
 Die Kapuze verschwindet vorne hinter einer Blende. So kann man sie nicht so leicht versehentlich abreißen.
 Ganz besonders Stolz bin ich auf meine Reißverschlusstaschen. Sie sind tatsächlich von beiden Seiten schön und man sieht innen keinen Reißverschluss.

 Versteckte Armbündchen musste ich natürlich auch nähen.
 Hier noch einmal die aufgesteppte Raffung mit zwei Zierknöpfen bei der Jungsjacke.

Bei der Mädelsjacke habe ich den Reißverschluss nicht ganz bis nach unten genäht.

 Die Jacke sieht auch von innen schön aus. Ich habe fast alle Nähte doppelt abgesteppt und zusätzlich noch offene Kanten mit elastischem Schrägband eingefasst.
 Hier noch einmal der Stoff. Wenn er nass wird, bildet sich ein wundervolles Rankenmuster.
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Donnerstag, 21. September 2017

Orchideenset II

Hier kommt das Orchideenset, dass ich für meine Tochter genäht habe. Das für die Tochter meiner Freundin habe ich ja schon gestern gezeigt.
 Für sie habe ich zum drunterziehen einen weißen Body und Leggins genäht. Gerade trägt sie aber eine gekaufte Strumpfhose darunter.
 Es ist gerade sehr schwierig, von ihr Fotos zu machen, da sie ständig wegkrabbelt. Nach dieser Fotosession war ich völlig durchgeschwitzt vom Baby auf den Platz tragen und Kamera in Position bringen. Das nächste mal baue ich ein Stativ auf, dann bin ich vielleicht schneller.
 Hier noch mal mit dem Volantjäckchen. Gerade über einem Kleid ist der Schnitt echt süß.

 Hinten habe ich eine große Orchidee ausgeschnitten und appliziert.
Als wir zum Geburtstag der Tochter meiner Freundin gegangen sind, habe ich natürlich meiner Maus auch gleich ihr Set angezogen. Meine große Tochter hat das natürlich mitbekommen und war dann wirklich sehr traurig, dass sie nicht auch noch ein Kleid aus diesem Stoff hat. Also habe ich die letzten Reste zusammengesammelt und ihr auch noch ein Kleid genäht. Für ein Trotzkopfkleid hat es natürlich nicht mehr gereicht. Ich habe ihr stattdessen ein Trägerkleid* genäht. Aber auch hier musste ich ganz schön tricksen und der Stoff für die Passe ist auch 90° zum Fadenlauf zugeschnitten.
Der Schnitt ist wirklich gut geeignet, wenn man nur wenig Stoff hat. Meine Prinzessin zieht eigentlich am liebsten Drehkleider an. Als kleiner Trost, weil das Kleid eher eng geschnitten ist, habe ich ihr unten noch eine schöne Spitze angenäht. Von dem blauen Orchideenstoff habe ich sogar noch etwas übrig, d. h. ich kann ich sogar noch eine Volantjacke dazu nähen.
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Mittwoch, 20. September 2017

Orchideenset

Die kleine Tochter meiner Freundin ist kürzlich ein Jahr alt geworden. Da man beim dritten Kind wirklich keine Spielsachen mehr braucht (und es dem Kind auch noch egal ist) gab es von mir etwas selbstgenähtes zum Geburtstag.
 Genäht habe ich ihr ein Volantjäckchen. Der Schnitt ist zwar noch nicht probegenäht, aber ich teste gerade die Größen quasi selbst durch. Dazu gab es ein Trotzkopfkleid und natürlich ein Set aus Leggins und Regenbogenbody zum drunterziehen.
Für meine kleine Maus habe ich ein ähnliches Set genäht. Da gibt es dann morgen noch mal Tragefotos.

Freitag, 15. September 2017

Rutschfeste Lederpuschen

Wer meinen Blog schon länger liest, weiß dass ich schon vor zwei Jahren versucht habe, für meinen Sohn rutschfeste Lederpuschen zu nähen. Damals habe ich ein paar Gymnastikschuhe in Größe 42 gekauft und aus der Sohle dann ein paar neue Puschen für meine Sohn genäht. Hier habe ich darüber berichtet. Die Puschen haben jetzt zwei Jahre gehalten und sind inzwischen total auseinandergefallen. Das steife Sohlenmaterial übt doch mehr Druck auf das Leder aus, da gibt es dann schnell Löcher. Auf der Suche nach einer Alternative bin ich dann hier* auf ein dünnes Sohlengummi gestoßen, das mir geeignet schien.
 Letztendlich habe ich dann die Gummiplatte etwas kleiner als das Schnittmuster ausgeschnitten und dann mit einem langen Geradestich aufgesteppt. Das ging gut, allerdings nur mit dem Obertransportfuß.
 Danach habe ich die Puschen ganz normal fertig genäht. Allerdings mit der Reißverschlussfuß. Sonst kommt man nicht nah genug an das Gummi ran.
 Hier seht ihr noch mal genau. Ich bin mit dem Ergebnis ziemlich glücklich. Die Sohle ist wirklich extrem rutschfest und zudem natürlich auch wasserabweisender und wesentlich robuster als eine Ledersohle. Natürlich ist so auch etwas steifer. Vielleicht werde ich das auch mal für meine kleine Maus versuchen. Gerade als Übergang zu richtigem Schuhwerk ist das sicherlich eine schöne Möglichkeit das Schuhwerk etwas wetterfester zu bekommen.
Mein Sohn ist jedenfalls total zufrieden mit den Schuhen. Sie haben ihm genug Grip zum Rennen und sind viel bequemer als die Turnschläppchen die es zu kaufen gibt und die er gar nicht gerne trägt, weil ihm das Gummi zu sehr einschneidet.
Für die Schuhe habe ich wieder normales Puschenleder* verwendet.

Das Sohlengummi ist auch sehr gut geeignet für Hüttenschuhe und Co. Allerdings ist das Stück nicht sehr groß. Es gibt aber im Onlineshop des Händlers auch richtig große Platten. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie der Langzeittest ausfällt, aber ich habe ein wirklich gutes Gefühl. Wenn ihr mögt, mache ich beim nächsten mal Nähen noch ein paar Fotos für Euch.
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Donnerstag, 14. September 2017

Das letzte Sommerteil

Das letzte Sommerteil ist eine (ziemlich veränderte) Lady Topas von Mialuna.
 Der Schnitt ist wirklich perfekt geeignet, wenn man nur wenig Stoff hat.
 Im Gegensatz zum Original habe ich den Schnitt stark verschmälert, die Passe breiter gemacht und ihn (aufgrund meiner Körpergröße) auch etwas verlängert. So trage ich ihn echt gerne.
 Der Stoff ist aus der Finn liebt Aennie Kollektion von Tante Ema.
 Und weil das Teil endlich mal wieder für mich ist, geht es auch gleich zu rums.
 *der Stoff wurde mir zum Probevernähen zur Verfügung gestellt.*