Sonntag, 28. Februar 2010

Mei Tai "Tate"

Mein Sohn hat sein erstes richtiges Wort gelernt (abgesehen von Mama): "Tate". Manchmal auch "Tatse" und zwei mal haben wir auch ein (ganz leises), perfektes "Katze" gehört.

Ich hatte mir schon ewig ein Motiv für meinen neuen Mei Tai überlegt.  Nachdem ihm unsere Stubentiger so wichtig sind, habe ich beschlossen, sie auf einer Tragehilfe zu verewigen.

Der Mei Tai ist aus schwarzem Köper mit einem rot-schwarz changierenden Seidenstoff. Der Köper war sehr steif. Am Anfang bin ich fast verzweifelt. Ursprünglich hatte ich Schaumstoff in die Träger eingenäht. Das fand ich aber absolut furchtbar. Also habe ich die angenähten Träger wieder aufgetrennt und mit Volumenvlies gefüttert. Inzwischen ist er eingetragen und ziemlich bequem geworden. Der Köper wird langsam weicher und anschmiegsamer.

Bei umgeklappter Kopfstütze ist die Maus zu sehen...
Die Kopfstütze hat keine Bändel und Schnickschnack, hält aber ganz gut mein schlafendes Kind.
Die Applikationen habe ich selbst entworfen. Ich habe für den Ball Wollwalk verwendet und für die Tiere gekochte Wolle.

Die Schulterträger kann man zum Anlegen snapen. Dann sind sie etwas kürzer und sie hängen nicht im Dreck, wenn ich ihn irgendwo auf dem Parkplatz anlegen muss. Das werde ich in Zukunft immer machen.

Dienstag, 23. Februar 2010

Teaser

Der letzte Post ist schon eine Weile her. Das heißt aber nicht, dass ich nicht fleißig war. Wir waren ein paar Tage im Urlaub (die Uroma besuchen). Kurz davor konnte ich noch ein großes Projekt fertig stellen. Hier schon mal ein kleiner Eindruck:

 
 

Montag, 15. Februar 2010

Babypuschen

Meine ersten richtigen Babypuschen sind fertig! Ich habe zwar schon welche aus Fell genäht, die momentan ganz fleißig getragen werden, aber das zählt nicht so ganz (die hab ich nur mal so schnell am Abend zusammengeschustert, um zu sehen, ob ich den Schnitt selbst hinbekomme).

Die Schuhe sind aus Ecopell. Das Leder ist wirklich ganz leicht mit meiner Bernina zu nähen. Am Schnitt muss ich glaub ich noch etwas feilen. Die Schuhe sind im Moment noch einen Kilometer zu groß, ich kann sie dann noch etwas anpassen, wenn mein Baby hineingewachsen ist.



 Und hier noch mal ein Foto von meinen ersten Puschen, hier am Modell:

Da Leder ist inzwischen schon nicht mehr so schöne hell sondern sieht ziemlich gebraucht aus. Lausi zieht sie aber sehr gerne an, da er damit viel besser sich hochziehen und stehen kann.

Sonntag, 14. Februar 2010

Das hätte ich auch gerne...

....eine Hängematte an der Heizung. Meine Katze hat eine und der Bezug sah schon ziemlich *naja räusper* unpräsentabel aus. Löcher, Laufmaschen und Katzenhaare bis zum abwinken. Am Freitag habe ich bei real eine Kuscheldecke für 8,- € entdeckt, sie hatte den gleichen Farbton wie die Katzen-Hängematte.

Also gleich eingepackt, für den Preis bekomme ich nämlich nix in der Größe bei meinem Stoffdealer.

Heute Vormittag schnell den alten Bezug vom Gestell genommen, den Schnitt abgezeichnet und die Decke zerschnitten. Da die Decke sowieso mit Einfassband umsäumt war, musste ich nicht mal die Enden umnähen.

Also waren es im Prinzip nur zwei Nähte, dann war der neue Bezug fertig. Das Tiegerle liegt auch schon wieder drin. Im Moment sieht es noch etwas ungewohnt aus, weil der alte Bezug ziemlich durchgelegen war und man von der Katze nix gesehen hat, aber das wird schon wieder...

Hier noch ein paar Bilder von meinem 15-Minuten Nähprojekt:

 

 

Freitag, 12. Februar 2010

Trommelwirbel - wir haben noch einen Gewinner!

Beate hat das Rätsel gelöst. Mr. Marker ist eine Klemme von einem Herrenhemd.

Für Dich gibt es ein paar Muranoglasperlen. Ich habe sie in einem kleinen Shop in Rom erstanden. Ich hoffe Dir machen sie Freude. Vielleicht enden sie irgendwann mal als Zipper, Ohringe oder einem Schlüsselanhänger.






Vielleicht meldest Du Dich mal bei mir.

Donnerstag, 11. Februar 2010

And the winner is...

Gestern abend war die Frist für meine erste Blogverlosung ausgelaufen. Heute morgen war meine kleine Losfee unterwegs. Mein Zip-Utensilo eignet sich wirklich hervorragend als Lostopf.








SiNiJu!
(meldest Du Dich bitte bei mir - am besten über SUT Nickname: Xapor)

Mittwoch, 10. Februar 2010

Streichelstöffchen

Heute sind meine Streichelstöffchen von Michas Stoffecke angekommen.

Sie sind wirklich wunderschön und waren ursprünglich für meinen neuen Mei Tai gedacht. Dafür sind sie mir aber zu hell. Ich habe nämlich schon schwarze Träger genäht....

Einen neuen Verwendungszweck finde ich bestimmt.



Ach ja, vergesst nicht heute noch in meinen Lostopf zu hüpfen. Es gibt dieses wunderschöne Schlüsselkette zu gewinnen. So werde ihr nie mehr euren Schüssel suchen müssen.

 

Die Kette wurde aus irisierenden Roccailles gehäkelt. Leider kommen die Farben mit der Digicam nicht so schön rüber. Also los, schnell an die Tasten, ihr habt bis 22.00h Zeit.

Samstag, 6. Februar 2010

Geldbeutel aus Leder genäht

Ich habe letztens endlich meine Lieferung mit den Ecopell Lederresten bekommen und bin begeistert von der tollen Qualität der Ware.

Das Leder fühlt sich an wie Seide und ist so weich.

Bevor ich mit den Puschen (für das es eigentlich gedacht war) anfange, wollte ich noch einen kleinen Testlauf starten: Einen neuen Geldbeutel. Ich habe immer zwei Geldbeutel: Eine richtige Brieftasche für die Karten, Führerschein, Scheine etc. und einen kleinen für die Münzen und kleinere Scheine. Auch eine Karte sollte hinein passen.

Mein kleiner Geldbeutel war dringend erneuerungsbedürftig.  Ich hatte ihn damals bei h&m entdeckt und war von der Form begeistert. Also habe ich mich dran gesetzt und genäht. Ich habe selten bei einem so kleinen Nähprojekt so geflucht und alles wieder umgeworfen. Jetzt ist er endlich fertig (und ich auch).






Farblich passt er perfekt zu meiner absoluten Lieblingshandtasche. Diese Tasche ist ein wirkliches Liebhaberstück, dass ich in einer Boutique in Rom entdeckt habe (noch heute ärgere ich mich, nicht die gleiche Tasche noch in einer größeren Größe mitgenommen zu haben).

Freitag, 5. Februar 2010

Tragejackeneinsatz "Tajo" Nähanleitung

Ihr braucht:

eine geeignete Jacke mit einem Markenreißverschluss
einen Reißverschluss der ca 10 cm kürzer ist als der Reißverschluss der Jacke und der sich problemlos einzippen lässt
1 Stück Wollwalk/Fleece ca. 50 cm breit und so lang wie der Tajo werden soll
1 ebenso großes Stück Nicki (oder einen anderen Stoff für innen)
Gummikordel
3 Kordelstopper

Zuerst zeichnet man an dem Reißverschluss ein Raster von 10 cm
das man auch auf die andere Seite überträgt:
dann wird der Reißverschluss eingezippt:
schnell das Kind in die Tragehilfe packen. Jetzt wird gemessen. Man fängt unten beim Zipper an und misst den Abstand zwischen den Markierungen. Die Markierungen helfen einem dabei, nicht schief zu messen.

Die gemessenen Zahlen dann aufschreiben. Das sieht ungefähr so aus:

00 (= beim Zipperanfang) 8cm Abstand
10 = 13 cm
20 = 19 cm
30 = 23 cm
40 = 29 cm
50 = 39 cm

Dann wird noch zusätzlich gemessen, in welcher Höhe die Nackenfalte des Babys ist und wo der Po zu Ende ist. Die Höhe markiert man am besten in einer anderen Farbe am Reißverschluss. Hier kommen später die Raffungen hin.

Bei dieser Jacke war der Po bei 5 cm und die Nackenfalte bei 43 cm (Höhe vom Zipperanfang gemessen)

Dann muss man noch den Überstand messen. Die meisten Reißverschlüsse fangen nämlich nicht ganz unten an, sondern erst einige Zentimeter danach.

Nach diesen Maßangaben zeichnet man sich am besten ein Schnittraster. Zu den Abständen zwischen den Markierungen rechnet man zu jeder Zahl 8 cm  für den Größenzuwachs die Nahtzugabe  und  die Bequemlichkeit hinzu. Also:


00 (= beim Zipperanfang) 8cm Abstand + 8 cm
10 = 13 cm + 8 cm
20 = 19 cm + 8 cm
30 = 23 cm + 8 cm
40 = 29 cm + 8 cm
50 = 39 cm + 8 cm

Zum Überstand muss man ebenfalls noch 1,5 cm Nahtzugabe hinzu rechnen.

Der Tajo sollte mindestens bis zur Oberkante der Ohren des Kindes gehen. So kann man bei Wind einfach den Einsatz hochzippen und das Kind hat eine windgeschützte Höhle. Bei kleineren Babys sollte man  die Abstände zwischen Po und Nackenfalte etwas länger gestalten, damit der Einsatz auch später noch passt.

Der Abstand von der Nackenfalte zum Po sollte zwischen 36 - 38 cm sein und von der Nackenfalte zur Oberkante 12 -15 cm.
Die roten Strecken müssen nachher an der Seite gemessen werden, da durch die Schräge die Strecke außen länger ist als in der Mitte (bei dem Rest ist das aber unerheblich, deshalb kann dort von der Mitte gemessen werden.

Dann überträgt man das Raster auf den Stoff (wer sich unsicher fühlt, kann auch ein richtigen Schnitt herstellen)
Dazu den Stoff falten (die Abstände müssen dann halbiert werden!!!), unten mit dem Überstand+Natzugabe anfangen, dann das 10cm-Raster anzeichnen und dann die halbierten Abstände eintragen.
Wichtig ist hierbei, dass die Nacken-, Pofalte und Kopfoberkante nicht am Stoffbruch gemessen werden sondern in der Schräge, wo nachher der Reißverschluss hinkommt. Das Maßband nicht unten anlegen, sondern erst nach dem Überstand.
Bei der Kopfoberkante noch eine Nahtzugabe von 1,5 cm hinzu zeichnen. Dann eine schöne Rundung an der Kopfoberkante zeichnen. und den Schnitt ausschneiden.

Aus dem Futterstoff das Schnittteil ausschneiden und die Markierungen für Nacken- und Pofalte übertragen. Hier kommen auf dem Futterstoff  mit 3 cm Abstand von Rand Knopflöcher (wer hat nimmt runde Knopflöcher). Hier werden später die Gummikordeln zum Raffen durchgefädelt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte kann die Knopflöcher auch später nähen. Dazu das Schnittteil soweit zusammen nähen, dass es sich einzippen lässt. Dann kann man direkt am Kind die Po- und Nackenfalte markieren. Dann ist zwar das Knopfloch nähen etwas schwieriger, weil die Schnittteile schon verbunden sind und man eng am Reißverschluss nähen muss, aber es ist immer noch gut möglich.
Dann wird der Reißverschluss eingenäht. Dazu ihn rechts auf die rechte Seite des Oberstoffes legen. Dabei nicht den Überstand+Nahtzugabe vergessen.
Dann wird der Nickistoff mit der rechten Seite auf den Oberstoff gelegt.
Den Reißverschluss am Rand mit Stecknadeln feststecken. Ich würde Euch dringend raten, die Reißverschluss auch fest zu heften, da sich sowohl Wollwalk als auch Nicki beim Nähen sehr dehen (noch dazu unterschiedlich).
Dann mit Zickzackstich die beiden Stoffe mit dem Reißverschluss am Rand vernähen. Ich nähe Reißverschlüsse gerne auf diese Weise ein. Die Stoffe sind gleich versäubert und man kann sich dann später darauf konzentrieren den Reißverschluss schön einzunähen, ohne das dieser immer wegrutscht.
Jetzt kann man den Tajo schon mal wenden und einzippen (wer die Knopflöcher vorhin nicht eingenäht hat, sollte jetzt schnell noch mal sein Kind einbinden die Abstände direkt auf dem Stoff markieren und die Knopflöcher auf dem Nickistoff nähen)

Den Tajo mit sich selbst zusammen zippen. So kann man sehr gut die Knopflöcher auf die andere Seite übertragen. Hier wird dann nämlich die Gummikordel fest genäht. Dazu einfach eine Stecknadel hineinstecken und den Tajo wenden. An der Stecknadel die Gummikordel annähen (ganz am Rand, wo man den Reißverschluss eingenäht hat).
Das macht man bei der Po- und Nackenfalte und ganz oben beim Kopfabschluss. Den Kopfabschluss dazu schön sauber abschneiden, das Knopfloch für die Kordel nähen und die Gummikordel auf der anderen Seite fest nähen.
Dann den Tajo an der Kopfkante zusammen nähen und versäuberen.
Der Reißverschluss ist bisher ja nur mit Zickzackstich zusammen genäht worden. Jetzt mit einem normalen Geradestich den Reißverschluss richtig einnähen. Dabei den Tajo auch unten am Überstand zusammen nähen. Eine Wendeöffnung lassen.
Die Gumikordel durch die Knopflöcher nach innen fädeln und den Tajo wenden.
Jetzt an der Po- und Nackenfalte oberhalb und unterhalb der Gummikordel absteppen. So hat man einen Tunnel in der die Kordel läuft. Dabei aufpassen, dass man die Kordel nicht mitnäht. Ich zeichne mit dazu mit dem Lineal eine Linie, damit ich nicht schief nähe.

An der Kopfkante oben den Tajo schmalkantig absteppen und ebenfalls einen Kordeltunnel nähen.

Zum fertig stellen die Tajo ringsherum schmalkantig absteppen. Dabei wird unten beim Überstand die Wendeöffnung verschlossen.

Die Kordelstopper einziehen und den Tajo raffen.
Den Tajo in die Jacke einzippen - fertig!!!!!




Ich wünsche Euch viel Spaß beim nach nähen. Bitte entschuldigt die nicht immer ganz perfekten Fotos. Schwarz ist einfach besch.... zu fotografieren. Vor allem spät abends im Kunstlicht!!!!